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Deutschland und Polen unterzeichnen Technologieabkommen für fortschrittliches militärisches Satellitensystem

Wednesday 24 December 2025 - 15:30
Deutschland und Polen unterzeichnen Technologieabkommen für fortschrittliches militärisches Satellitensystem
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Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall gab am Dienstag bekannt, dass er mit dem polnischen Technologieunternehmen SATIM Monitoring Satelitarny einen Technologieliefervertrag zur Unterstützung von SPOCK-1 unterzeichnet hat, einem Satellitenaufklärungsprogramm der nächsten Generation für die deutsche Bundeswehr.

Im Rahmen des Vertrags wird SATIM als Technologieanbieter fungieren und KI-gestützte Fähigkeiten bereitstellen, die große Mengen an SAR-Bildern (Synthetic Aperture Radar) in verwertbare Informationen für Kunden aus dem Militär- und Verteidigungsbereich umwandeln.

Mit der Vereinbarung wird die Rolle von SATIM innerhalb des wachsenden Satellitenaufklärungsportfolios von Rheinmetall formalisiert.

SAR-Satelliten ermöglichen die kontinuierliche Bodenüberwachung bei Tag und Nacht und bei allen Wetterbedingungen. Sie nutzen Radar anstelle von optischen Sensoren, um durch Wolken, Rauch, Regen und Dunkelheit hindurchzusehen – Fähigkeiten, die für moderne Aufklärungs-, Überwachungs- und Erkundungsoperationen (ISR) als entscheidend gelten.

Rheinmetall erklärte, das System werde von Deutschland aus betrieben, um die nationalen ISR-Fähigkeiten zu stärken und das Lagebewusstsein zu verbessern. Dies sei Teil der Strategie des Unternehmens, in einem zunehmend digitalisierten und vernetzten Gefechtsfeld zu expandieren.

„Unsere Partnerschaft mit SATIM stellt einen weiteren wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung der Strategie von Rheinmetall dar“, sagte Timo Haas, CEO von Rheinmetall Electronics.

SATIM-CEO Jacek Strzelczyk beschrieb die Vereinbarung als eine Mischung aus Startup-Innovation und der Einsatzerfahrung eines globalen Rüstungskonzerns und fügte hinzu, dass die Partnerschaft mit Deutschlands ISR-Anforderungen und nationalen Sicherheitsprioritäten übereinstimmt.

Das Programm wird der Bundeswehr exklusiven Zugang zu einer Radarsatellitenkonstellation verschaffen und damit die Ostflanke der NATO sowie die in Litauen stationierte 45. Panzerbrigade Deutschlands unterstützen.

Die Produktion der ersten Satelliten soll voraussichtlich im dritten Quartal 2026 im Werk von Rheinmetall in Neuss, Deutschland, beginnen und bis 2030 andauern.



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