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Hitzewellen bremsen das Wachstum, warnt der Gouverneur der Banque de France

Saturday 20 June 2026 - 09:40
Hitzewellen bremsen das Wachstum, warnt der Gouverneur der Banque de France
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Hitzewellen werden zunehmend zu einem Hemmnis für die wirtschaftliche Leistung, so der Gouverneur der Banque de France, Emmanuel Moulin, der warnte, dass steigende Temperaturen im Zusammenhang mit dem Klimawandel messbare Auswirkungen auf das Wachstum und die finanzielle Stabilität haben.

In einem Interview im französischen Radio stellte Moulin fest, dass wiederholte Hitzewellen einen "deutlich negativen" Effekt auf das Wirtschaftswachstum im mittelfristigen Zeitraum haben. Er erklärte, dass die kurzfristigen Auswirkungen komplexer sind - manchmal die Produktivität verringern und gleichzeitig den Energieverbrauch aufgrund des höheren Einsatzes von Klimaanlagen erhöhen - aber der langfristige Trend besorgniserregender für die wirtschaftliche Stabilität ist.

Der Zentralbanker betonte, dass extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen, Waldbrände und Überschwemmungen Teil eines breiteren Sets von klimabedingten Risiken sind, die zunehmend sowohl die reale Wirtschaft als auch den Finanzsektor betreffen. Diese Ereignisse können die Produktion stören, die Infrastruktur beschädigen und die Gesamtproduktivität verringern, was alles im Laufe der Zeit das Wachstum belastet.

Moulin hob auch die wachsende Bedeutung des Klimarisikos für Finanzinstitute hervor. Seinen Angaben zufolge hat der Klimawandel direkte Konsequenzen für Banken und Versicherungsunternehmen, da er den Wert von Vermögenswerten, die Stabilität von Finanzportfolios und die allgemeine Resilienz des Finanzsystems beeinflusst.

Er betonte, dass Europa besonders anfällig für Energieschocks und extreme Wetterereignisse ist, was Klimaanpassung und Dekarbonisierung zu wesentlichen Prioritäten macht. Investitionen in diesen Bereichen seien notwendig, um langfristige wirtschaftliche Verwundbarkeiten zu verringern und die Resilienz gegenüber zukünftigen klimabedingten Störungen zu stärken.

Der Gouverneur fügte hinzu, dass die Bewältigung von Klimarisiken koordinierte Maßnahmen sowohl aus dem öffentlichen als auch aus dem privaten Sektor erfordert. Während öffentliche Investitionen eine wichtige Rolle spielen, unterstrich er, dass auch private Finanzakteure zur Finanzierung des Übergangs zu einer kohlenstoffärmeren und widerstandsfähigeren Wirtschaft beitragen müssen.

Seine Kommentare kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Frankreich und mehrere andere europäische Länder während der Sommermonate zunehmend häufigen und intensiven Hitzewellen ausgesetzt sind, was bei Ökonomen Bedenken über die breiteren makroökonomischen Folgen des Klimawandels aufwirft.

Da extreme Wetterereignisse häufiger werden, stehen die politischen Entscheidungsträger unter wachsendem Druck, Klimafaktoren in die Wirtschaftsplanung und Finanzregulierung zu integrieren, um sicherzustellen, dass sowohl Wachstum als auch Stabilität langfristig geschützt sind.



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