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Washington setzt Asylentscheidungen unter der Trump-Regierung aus

09:00
Washington setzt Asylentscheidungen unter der Trump-Regierung aus
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Die Trump-Regierung hat eine radikale Verschärfung ihrer Einwanderungspolitik angekündigt und alle Asylentscheidungen „bis auf Weiteres“ ausgesetzt. Dies gab Joseph Edlow, Direktor der US-Einwanderungsbehörde (USCIS), am Freitag in einer Nachricht auf der Plattform X bekannt. Laut Edlow soll diese Maßnahme „jeden Ausländer maximal überprüfen“ und bekräftigt, dass „die Sicherheit der amerikanischen Bevölkerung immer an erster Stelle steht“.

Edlow präzisierte, dass er auf Anweisung von Präsident Donald Trump eine vollständige und gründliche Überprüfung aller Green Cards angeordnet habe, die an Staatsangehörige von „besorgniserregenden Ländern“ ausgestellt wurden, ohne die Liste der betroffenen Länder zu nennen. Die Green Card berechtigt Ausländer zum dauerhaften Aufenthalt und zur Arbeitsaufnahme in den Vereinigten Staaten.

Eine Erklärung der US-Einwanderungsbehörde (USCIS) erwähnt dennoch die Existenz von „19 Hochrisikoländern“ und bezieht sich damit auf ein Präsidialdekret vom vergangenen Juni, das die Einreise für Staatsangehörige von zwölf Ländern, darunter Afghanistan, Iran und Somalia, verbot und für sieben weitere Nationalitäten, insbesondere Kuba und Venezuela, teilweise Beschränkungen erließ.

Gleichzeitig kündigte das US-Außenministerium die sofortige Aussetzung der Visaerteilung für Personen mit afghanischen Pässen an. Das Außenministerium erklärte, es ergreife „alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der nationalen Sicherheit“ nach einem Angriff auf Mitglieder der Nationalgarde.

Außenministeriumssprecher Tommy Pigott erklärte, die Sicherheit der Amerikaner habe für die Trump-Regierung weiterhin oberste Priorität, und betonte, dass die Regierung koordinierte Anstrengungen unternehme, die Einwanderungskontrollen zu verschärfen. Diese Entscheidung erfolgte, nachdem die Behörden den afghanischen Staatsbürger Rahmanullah Lakanwal als Hauptverdächtigen des Angriffs identifiziert hatten, bei dem zwei Mitglieder der Nationalgarde in der Nähe einer U-Bahn-Station nahe dem Weißen Haus verletzt wurden.

Bereits am Mittwoch hatte die Regierung die sofortige Aussetzung aller Einwanderungsanträge afghanischer Staatsbürger angekündigt. Mit diesen aufeinanderfolgenden Maßnahmen verschärft Washington seine Einwanderungspolitik weiter – ein zentrales Element der Sicherheitsagenda von Präsident Donald Trump.



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