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Internationale Energieagentur: Marokko stabilisiert Kohleverbrauch bei 10 Millionen Tonnen pro Jahr

Wednesday 31 December 2025 - 14:43
Internationale Energieagentur: Marokko stabilisiert Kohleverbrauch bei 10 Millionen Tonnen pro Jahr
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Angesichts des globalen Kampfes gegen CO₂-Emissionen und der beschleunigten Energiewende gelingt es Marokko, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Deckung des nationalen Strombedarfs und der Kontrolle der Kohleabhängigkeit zu wahren. Laut Berichten der Internationalen Energieagentur (IEA) wird der marokkanische Kohleverbrauch voraussichtlich bis zum Ende des Jahrzehnts stabil bei rund 10 Millionen Tonnen pro Jahr liegen.

Diese Stabilität spiegelt die ambitionierte nationale Energiestrategie des Königreichs wider, die einen schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2040 vorsieht. Gleichzeitig erhöht Marokko den Anteil erneuerbarer Energien deutlich. Diese sollen bis 2030 mehr als die Hälfte des zusätzlichen Stroms im Vergleich zu 2025 liefern.

Dieser Ansatz basiert auf einem umsichtigen Management der Energiewende, das auf dem schrittweisen Ausbau der Solar- und Windkraftkapazitäten unter Gewährleistung der nationalen Versorgungssicherheit beruht. Das Königreich vermeidet so eine übermäßige Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und sichert gleichzeitig die Produktionskontinuität.

Auf afrikanischer Ebene rechnet die IEA für 2025 mit einem leichten Anstieg des Kohleverbrauchs, vor allem aufgrund von Infrastrukturverbesserungen und der Inbetriebnahme neuer Kraftwerke in Südafrika. Marokko zeichnet sich in diesem kontrastreichen Umfeld durch seinen kontrollierten Verbrauch aus, während Simbabwe einen begrenzten Anstieg verzeichnete. Dies verdeutlicht den schrittweisen und verantwortungsvollen Ansatz des Königreichs im Vergleich zu anderen Ländern des Kontinents.

Aus finanzieller Sicht ist der deutliche Rückgang der Kohlepreise ein günstiger Konjunkturfaktor. Der Preis für Newcastle FOB-Kohle ist gegenüber 2024 um 22 % gesunken und liegt nun bei durchschnittlich 104 US-Dollar pro Tonne. Diese Entwicklung bietet Marokko die Möglichkeit, seine Importkosten vorübergehend zu senken und gleichzeitig sein strategisches Engagement für den Übergang zu kohlenstoffarmer Energie aufrechtzuerhalten.

Trotz dieser Entwicklungen bleibt Kohle der umweltschädlichste fossile Brennstoff. Die globalen Emissionen aus Kohle werden Prognosen zufolge im Jahr 2024 15,8 Gigatonnen erreichen und damit mehr als 40 % der globalen Energieemissionen ausmachen. Diese Zahlen unterstreichen die dringende Notwendigkeit, die Energiewende-Politik zu stärken und den Übergang zu sauberen und nachhaltigen Energiequellen zu beschleunigen. Marokko beabsichtigt, diese Aufgabe schrittweise und strukturiert anzugehen.



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