Marokko wird ein neuer regionaler Knotenpunkt für Energiefachkräfte
Getragen vom weltweiten Aufschwung der Berufe im Bereich sauberer Technologien etabliert sich Marokko zunehmend als ein zentraler Akteur beim Ausbau energietechnischer Kompetenzen in der Mena-Region. Als Partner der Internationalen Energieagentur profitiert das Land von einer strategischen Positionierung in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen im Energiesektor.
Laut dem Bericht World Energy Employment 2025 beschäftigt die globale Energiewirtschaft inzwischen 67 Millionen Menschen. Das sind 4,3 Millionen mehr als vor der Pandemie. Dieser deutliche Anstieg beruht vor allem auf dem Wachstum der Photovoltaik. Sie ist heute der größte globale Motor für neue Arbeitsplätze und hat in drei Jahren mehr als eine Million Stellen geschaffen.
Auch auf regionaler Ebene ist die Dynamik stark. Zwischen 2012 und 2021 stieg die Zahl der Absolventen der beruflichen Ausbildung im Energiebereich in Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Jordanien, Libanon und Syrien um 64 Prozent. Dieses Wachstum übertrifft das mehrerer industrieller Regionen, in denen die Energiebranche weiterhin Schwierigkeiten hat, neue Fachkräfte anzuziehen.
Die Entwicklung zeigt eine strukturelle Veränderung. Die technischen Ausbildungssysteme der Region gehören zu den dynamischsten weltweit. Der Bericht hebt die strategische Bedeutung des Kompetenzaufbaus hervor, besonders in den Bereichen Solarenergie, Stromnetze und Batterietechnologien, in denen die Nachfrage nach qualifizierten Technikern stark steigt.
Vor diesem Hintergrund ist der Status Marokkos als assoziiertes Mitglied der Internationalen Energieagentur ein starkes Signal. Er bestätigt die Einbindung des Landes in internationale Prozesse der Planung, Analyse und Bewertung energiepolitischer Maßnahmen und stärkt seine Rolle in der globalen Energiewende.
Marokko positioniert sich in einem Raum, der sich energiewirtschaftlich neu ordnet. Das Land zeigt sich als treibende Kraft. Es ist eingebunden in globale Dynamiken und gleichzeitig fest verankert in einer regionalen Zone, in der sich die Berufe des Energiesektors so schnell verändern wie nie zuvor.